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Aktuell

Sissachertagung 2026

Kinder und Jugendliche in der Sozialhilfe –Armut verstehen, Entwicklungschancen sichern, Praxis stärken

Am 29.08.2026 fand im Landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain unsere 26. Sissachertagung statt, dieses Jahr mit dem Thema «Kinder und Jugendliche in der Sozialhilfe – Armut verstehen, Entwicklungschancen sichern, Praxis stärken». Im Eingangsreferat berichtete uns Prof. Peter Mösch Payot über die Studie des Büro Bass, welche im September 2024 publiziert wurde und sich mit der Fragestellung befasste, ob die Sozial-leistungen angemessen sind, um die soziale Existenzsicherung von Kindern und ihren Familien zu ge-währleisten. Die Studie kommt zum Schluss, dass die Sozialleistungen nicht angemessen seien und die Sozialhilfe die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen strukturell besser berücksichtigen sollte, da diese Gruppe am stärksten von Armut betroffen sei und gleichzeitig am wenigsten gesehen werde. Dabei wurde festgestellt, dass der Grundbedarf bei Familien mit mehreren/älteren Kindern nur einen Teil der realen Kosten decke, was die verfas-sungsrechtlich geschützten Grundrechte der Kinder direkt betreffe. Zudem sei der Ermessensspielraum bei den situationsbedingten Leistungen sehr gross, was zu Willkür in der Anwendung führe. Im Weiteren stellte die Studie fest, dass die Leistungen der Sozialhilfe viele armutsbetroffene Kinder gar nicht erreiche, womit die Sozialhilfe ihr Ziel der Bedarfssicherung und Integration bei Kindern und Jugendlichen verfehle. Am stärksten von Armut betroffen seien Kinder und Jugend-liche in der Asylfürsorge. Dies stehe bei dieser besonders vulnerablen Gruppe in einem Spannungsfeld/Widerspruch zur Kinderrechtskonven-tion und zur Bundesverfassung. Im Anschluss berichtete uns Prof. Dr. Martin Hafen über die Prävention von Armutsfolgen bei Kindern und Jugendlichen. Dabei stellte er eindrücklich dar, wie der chronische Stress, welcher in armutsbetroffenen Familien herrsche, Auswirkungen auf Gesundheit und Sozialverhalten bis ins Erwachsenenalter haben könne. Die Gefahr sei sehr gross, dass Defizite bei Lebenskompe-tenzen und Schutzfaktoren sowie Auswirkungen auf die Bildungs- und Berufs-chancen und gesundheitliche und soziale Folgeprobleme entstehen können. Um dies zu verhindern oder zumindest zu verringern, sei es wichtig, dass in Familien kein chronischer Stress herrsche, dass Kinder und Jugendliche über tragende Bindungen und Beziehungen sowie eine anregende Umgebung verfügten. Dabei sei die frühe Förderung im Alter bis zu 5 Jahren besonders wichtig. Als Beispiel nannte er das Bundesland Vorarlberg in Österreich, in welchem Frühförderung schon lange syste-matisch und mit viel Erfolg betrieben werde. Dabei sei festgestellt wor-den, dass sich Investitionen in die Frühförderung mit einem Faktor von 1 bis 2,5 auszahlen würden. Als dritter Referent berichtete Ralph Messmer von Unterstützungsmöglichkeiten für Familien, welche sich in seiner Arbeit bei der Familien- und Jugendberatung Birseck bewährt hätten. Dabei sei die Beziehungsarbeit als Grundlage sehr wichtig. Kinder und Jugendliche, welche dauerhaft unter Stress stünden, würden Anforde-rungen erst dann bewältigen können, wenn sie emotional stabilisiert seien: Beziehung gehe Entwicklung voraus. Ein weiterer wichtiger Punkt sei, dass die Beratung und Begleitung Entlastung bedeute, ein Ort, an dem nichts geleistet werden müsse. Zudem werde das Verhalten des Kindes nicht als Problem betrachtet, sondern als verständliche Reaktion auf seine Lebensbedingungen. Sehr wichtig sei der Einbezug des Um-felds. Nachhaltige Veränderungen können erst entstehen, wenn Schule und Familie die Situation gemeinsam verstehen und Erwartungen ange-passt wür-den. Marinka Hennecke, Schulsozialarbeiterin, berichtete danach über die Gefahren, wenn Kinder und Jugendliche mit ihren Belastungen nicht sichtbar würden, und damit keine adäquate Hilfe angeboten werden könne. Diese Kinder und Jugendlichen lernen Überlebensstrategien, welche ihnen im späteren Berufs- und Erwach-senenleben nicht unbedingt nützlich seien, sondern ihre Entwicklung und ihr Leben behindern können.

Die einzelnen Präsentationen finden Sie in unserer Infothek im Archiv

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Jahresprogramm 2026

Liebe VSO-Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren, 

Das Jahresprogramm 2026 ist erstellt. Die einzelnen Veranstaltungen sind ab sofort unter dem Menupunkt "Jahresprogramm" und/oder "Anmeldung/Buchung Anlässe" mit Detailinformationen und Anmeldemöglichkeit aufgeführt.

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Jahresbericht 2025

Den Jahresbericht für das Jahr 2025 können Sie rechts unter "Aktuelles" als pdf-Dokument ansehen oder auch herunterladen.

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Informationen zur neuen Website

Wir haben unsere Website neu gestaltet und gleichzeitig versucht, möglichst wenig zu ändern, so dass Sie sich weiterhin gut zurechtfinden. Einige Neuerungen resp. Vereinfachungen hat es gegeben, diese möchten wir Ihnen hiermit kurz vorstellen:

  • Anmeldung Generalversammlung: Das Anmeldeformular ist gleich aufgebaut wie diejenigen für die Sissachertagung, der Foren und Module.
  • Rechnungen Sissachertagung und Module: Neu müssen Sie bei der Anmeldung einer unserer Veranstaltungen zwingend eine E-Mail-Rechnungs-Adresse hinterlegen. Die Rechnung wird als Anhang direkt an diese E-Mailadresse versendet. Es ist somit möglich die Rechnung direkt an eine Zahlstelle senden zu lassen, so dass Sie diese nicht mehr weiterleiten müssen, oder wie bisher, an Ihre eigene E-Mailadresse senden müssen.
  • Archiv: Neu ist das Archiv mit den Referaten der Jahre zuvor in der "Infothek" zu finden.
  • Kontakt: Neu haben wir keine E-Mail-Adresse mehr, sondern ein Kontaktformular, welches Sie unter der Rubrik "Kontakt" finden. Sie können uns gerne über dieses Formular eine Mitteilung zukommen lassen.
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